Von der ersten Kamera zum Hobbyfotografen

Meine erste Kamera habe ich mir von meinem Taschengeld damals im Urlaub mit meinen Eltern vor ca. 5 Jahren gekauft. Die NikonD3200! Später dann zog die NikonD5600 bei mir ein und vor ca. einem Monat dann meine erste Vollformat Kamera, die NikonD750. 

Und doch ist etwas ganz besonderes, die erste eigene Spiegelreflexkamera. Ich weiß noch ganz genau, ich bin am selben Abend zum Sonnenuntergang an den Bodensee gelaufen und habe meine ersten eigenen Bilder gemacht. Diese musste ich natürlich gleich allen zeigen und war so unfassbar stolz. Wenn ich mir die Bilder heute ansehe, die ich damals geschossen habe, dann kann ich mir bei einigen die Hand vor die Augen halten oder mit dem Kopf schütteln. Aber löschen würde ich diese Bilder nie, denn das ist die schönste Methode um zu sehen, wie man sich im Laufe der Zeit so entwickelt. 

So richtig intensiv beschäftigt habe ich mich mit der Fotografie doch tatsächlich erst viel später. Um genau zu sein, erst seit es uns bei Instagram gibt, also vor knapp über einem Jahr.

Das erste Bild mit der NikonD5600.

Wenn man mit dem fotografieren anfängt, dann hat man noch nicht diesen Blick für das Wesentliche. Da stellt man sich so viele Fragen, auf die man zunächst keine Antwort weiß, die sich aber irgendwann größenteils von selbst erklären.

 

"Wo muss der Fokus hin?"

 

"Fotografier ich jetzt von der Seite oder lieber von der Anderen?"

 

"Leg ich mich jetzt lieber auf den Boden, um eine bessere Position zu haben?"

 

Das sind die Dinge, die man sich im Laufe der Zeit selber aneignet. Der Eine versteht es schnell, der Andere schaut es sich ab und wieder ein Anderer braucht eben ein bisschen. Aber hey...das ist ja auch absolut nicht schlimm. Das Wichtigste überhaupt an der Fotografie ist doch der Spaß, den man dabei hat! Der Rest kommt dann von ganz alleine. So war es bei mir auch. Was auch super hilft, sind Tipps und Tricks von Leuten, die das schon viel länger machen, als man selbst. Ich schau mir auch sehr sehr gerne Bilder von Fotografen an und sammel so viele Details auf die da geachtet wird oder bekomme neue Ideen für neue Bilder. Ansonsten heißt es nur...üben, üben, üben.

Das erste Bild mit dem ich so richtig zufrieden war. Heute immer noch eins meiner Lieblingsbilder.

Was ich immer am schönsten finde, wenn man sich die ersten Bilder so anschaut, die man gemacht hat und dann den Vergleich hat, wie man sich im Laufe der Zeit verändert bei seinen Bildern. Oft kann man dann auch sehen, welchen Stil man anfängt zu entwickeln. Denn jeder Fotograf oder Hobbyfotograf hat seinen eigenen Stil. Ich würde zum Beispiel von mir selbst sagen, ich mache viel viel bessere Portraits als Actionfotos oder Ganzkörperbilder. Die liegen mir einfach viel besser und mir gefallen sie auch bei Anderen immer am meisten. Am schönsten finde ich es immer, wenn man die Stimmungen auf den Bildern wahrnehmen kann. Da finde ich Portraits zum Beispiel schön, wo man den Hunden in die Augen sieht und die Tiefe Zuneigung erkennt oder Bilder auf denen man die Gedanken eines Hundes erahnen kann. 

Derzeit mein absoluter Favorit. Das Bild musste ich euch einfach zeigen!

Was aber macht man, wenn das Bild super schön ist, aber die Augen zu dunkel, die Blätter nicht grün genug oder ein Ast im Gesicht hängt? Spätestens dann muss man sich dem Thema stellen, wovor viele Angst haben. Das war bei mir nicht anders, auch ich habe meine Bilder zu Beginn nie bearbeitet. Programme wie Lightroom oder Photoshop waren für mich absolutes Neuland. Viele sind auch der Meinung, dass eine Bildbearbeitung irgendwie ein Betrug am Bild wäre. Nur wenn die Sonne tagelang hinter den Wolken versteckt bleibt oder alle schon Herbstbilder posten, obwohl bei einem alle Blätter noch grün sind, dann darf man da auch etwas nachhelfen. Bearbeiten heißt ja nicht gleich, dass ich das ganze Bild komplett ändern muss. Es reichen oftmals schon ganz kleine Veränderungen, um einem Bild, Leben einzuhauchen. Ein wenig Licht oben links in der Ecke oder ein bisschen Schmutz aus dem Fell retuschieren sind Dinge, die selbst die größten Fotografen an ihren Bildern bearbeiten. 

Na wer findet den Fehler in der Bearbeitung? Trotzdem mag ich es sehr.

Nun ist das Bearbeiten für den blutigen Anfänger, wie für mich zu Beginn auch, natürlich erst einmal sehr komplex. "Kein Meister ist je vom Himmel gefallen" oder wie sagt man so schön? Aber es gibt auch schon für Einsteiger super verständliche kostenlose Programme, die man nutzen kann und an Denen man sich erstmal ausprobiert und austobt. Irgendwann reicht einem so eine einfache Version aber nicht mehr ganz und man möchte gerne auch beim bearbeiten mehr dazu lernen und tiefer in die Materie einsteigen. Genau an dem Punkt befinde ich mich derzeit auch. Photoshop hat mich durchaus schon so manchen Nerv gekostet, aber man möchte ja doch gerne noch ein bisschen mehr aus den Bildern rausholen, also fängt man an, sich zu belesen oder schaut sich Tutorials an. Ja und dann heißt es wieder...üben, üben, üben.

Die Quatschmaus Atlanta zum krönenden Abschluss.

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